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Eine Lanze für grüne Berufe Gartenbaulehrlinge der MAQT vertraten ihre Zukunft erfolgreich beim Berufswettbewerb 22.02.2007 Pinnow (MOZ)

Von Daniela Windolff

Sechs Gartenbaulehrlinge der MAQT haben erstmals am regionalen Berufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner teilgenommen und sich wacker geschlagen. Das Motto des Wettbewerbs, der zum 25. Mal ausgetragen wurde, heißt: "Gründe Berufe sind unser Leben - mit uns wächst die Zukunft." Schirmherr ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Jugendlichen aus verschiedenen Orten der Uckermark absolvieren derzeit eine dreijährige überbetriebliche Ausbildung für sozial benachteiligte junge Leute. Für die jungen Frauen und Männer ist die Teilnahme am Leistungsvergleich wichtige Anerkennung und Motivation, die Lehrzeit durchzuhalten und gute Abschlüsse zu erreichen. Wetterkunde, Pflanzenernährung, Umweltschutz, Geobotanik, gärtnerisches Arbeiten, Kreativität und Präsentation, das alles sind Bereiche, in denen sich der Gärtnernachwuchs beim Regionalenausscheid des Berufswettbewerbs 2007 testen lassen musste. Unter den 24 Teams, die in Seelow in den Leistungsvergleich traten, waren auch zwei aus der Uckermark. Die sechs Lehrlinge absolvieren eine überbetriebliche Ausbildung in der MAQT Pinnow im Fach Garten- und Landschaftsbau und haben erst ein halbes Jahr hinter sich. Dass sie sich da im Vergleich mit anderen Azubis im zweiten oder dritten Lehrjahr auf den vierten und sechsten Platz kämpfen konnten, sei eine tolle Leistung, freut sich MAQT - Chefin Anette Losensky. Immerhin, die besten drei Teams dürfen am Landesausscheid an den Start gehen. Fast hätten das Denis Schulz, Christin Hensel und Selina Birkholz auch geschafft. Aber Platz vier ist eben knapp daneben. Christian Tech, Angelo Schmidt und Anika Hofmann haben einen sechsten Platz belegt. Im nächsten Jahr gibt es wieder einen Wettbewerb. Und vielleicht schaffen sie es dann ganz an die Spitze, geben sich die jungen Leute ehrgeizig. Der Wettbewerb wird übrigens schon seit 25 Jahren von der Arbeitsgemeinschaft deutschen Junggärtner und dem Zentralverband Gartenbau ausgelobt, mit dem Ziel, Nachwuchs für die grünen Berufe zu begeistern. Das ist auch der MAQT gelungen. Der Bildungs- und Qualifizierungsträger, der Stützpunkte unter anderem in Angermünde, Pinnow, Schwedt und Prenzlau hat, bildet insgesamt 31 sozial benachteiligte Jugendliche in den Fachbereichen Garten- und Landschaftsbau, Koch sowie Fachkraft für Schutz und Sicherheit aus. Viele der Jugendlichen, die vom Grundsicherungsamt vermittelt werden, haben Erfahrungen mit Alkohol, Drogen oder Schulschwänzen hinter sich, sind durch Misserfolge in der Schule demotiviert, haben kaum Selbstvertrauen und noch weniger Zukunftsträume. Ausbilder, Sozialpädagogen und Stützlehrer bemühen sich um jeden einzelnen, um ihnen wieder Perspektiven aufzuzeigen und Grundtugenden wie Pünktlichkeit beizubringen. Da wird manch einer schon mal morgens aus dem Bett geklingelt. "Es ist schwer, aber oft merken die Jugendlichen zum ersten Mal, da ist einer, dem in ich wichtig, der kümmert sich", sagt Anette Losensky. Erfolgserlebnisse sind für ihre Schützlinge deshalb ganz wichtige Motivationshilfe, auch wenn die freilich hart erkämpft werden müssen. "Unsere Gärtner machen uns Freude. Sie sind sehr fleißig und ehrgeizig", lobt sie. Vor dem Wettbewerb haben sie hart gebüffelt und geübt. Es hat sich gelohnt. "Wir haben schon die Teilnahme am Wettbewerb al Auszeichnung gestaltet, sind gemeinsam hingefahren, haben im Hotel übernachtet und ein schönes Abendessen spendiert. Die Jugendlichen waren hoch motiviert und haben ihr Bestes gegeben", freut sich Anette Losensky. Ihre Devise: Lehrlinge sind Mitarbeiter wie jeder andere Kollege. Jeden Monat wird der "Azubi des Monats" gekürt, mit Foto und Namen an der Wand. "Gab es alles schon", schmunzelt Anette Losensky. Doch warum Bewährtes nicht weiterführen? Christian Tech und Angelo Schmidt sind bereits "Titelträger" und finden das alles andere als albern. Das sporne an und mache stolz. Und nicht zuletzt spendiert die MAQT ihren Besten Kinokarten, Gutscheine für Aquarium in Schwedt, die Therme in Templin oder für ein Essen zu zweit. Anstrengen lohnt sich. Eine Erfahrung, die manch ein Jugendlicher erst bei der MAQT gemacht hat.

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