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Kindervereinigung feiert
11.07.2006 Schwedt (MOZ)
Die Kindervereinigung Schwedt hat am Montag ihr 15-jähriges Bestehen gefeiert. Ferienbetreuung, Kindergeburtstage, Projekttage an Schulen und Feste wie der 1. Mai oder der Weltkindertag gehören zum Programm des Vereins, der nach der Wende als "Kind der ersten Stunde" gegründet wurde. Doch ohne staatliche Fördermittel und subventionierte Kräfte aus dem zweiten Arbeitsmarkt könnte er nicht existieren. Sekt, Schnittchen, Plätzchen und Götterspeise - an Feierstimmung fehlte es nicht am Montag in den Räumen der Kindervereinigung. Vorsitzende Ellen Fehlow erzählt ihren Gästen die Geschichte des Vereins, ein Vater ist mit seinem Sohn gekommen, der sich gerne ehrenamtlich engagieren möchte. Und auch Lutz Herrmann ist erschienen, Dezernent der Stadt Schwedt. Sein Geschenk an Ellen Fehlow: Keine Blumen, sondern ein praktisches Paket mit Zeichenmaterial und Schlüsselanhänger für die Kinder. Wie das Theater Stolperdraht oder die Bildungseinrichtung MAQT ist die erste Stunde, gegründet 1991, um nach der Wende möglichst viele Angebote für Kinder und Jugendliche in Schwedt zu behalten oder neu zu entwickeln. 1997 bezog er sein gegenwärtiges Domizil an der Berliner Straße, ein ehemaliges Pionierhaus, das auch zeitweise vom Naturschutzbund genutzt wurde. Herrmann bringt aber nicht nur Geschenke, sondern auch mahnende Worte: "Wir hoffen, dass Sie bald ein Standbein mit eigenen hauptamtlichen Kräften ausbilden können. Die Unterstützung des zweiten Arbeitsmarktes ist kein nachhaltiges Instrument." Im Moment hat die Kindervereinigung 15 Mitarbeiter, doch nur eine Stelle wird vollständig vom Haus erwirtschaftet.
