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Neue Hoffnung auf Erhalt der Ein-Euro-Jobs 20.09.2006 Schwedt (MOZ)

Von Claudia Große

Ob sie Senioren betreuen oder Parkpflege betreiben - die sogenannten Ein-Euro-Jobber sind vielerorts nicht mehr wegzudenken. Drastische Budgetkürzungen des Bundes werden sich auch in Schwedt bemerkbar machen. Allerdings wurden dem Landkreis nun zusätzlich 1,4 Millionen Euro für Eingliederungsmaßnahmen bereitgestellt. Frauentag und Weihnachtsfeier werden gemeinsam verbracht, zu einer Kutschfahrt trifft mach sich ebenso wie zum allwöchentlichen Kaffeeklatsch. Seit Jahren gibt es die Seniorentreffs in Vierraden, die in erster Linie deshalb Zustandekommen, weil sich eine jüngere Person um die Organisation bemüht. Nach derzeitigem Stand wird es die Stelle, die im Rahmen einer Tätigkeit mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) besetzt werden konnte, im Oktober nicht mehr geben. Der Grund: die drastische Budgetkürzungen des Bundes für ABM und Ein-Euro-Jobber. Ein kleiner Hoffnungsschimmer taucht auf, da dem Landkreis nun immerhin 1,4 Millionen Euro zu den sonstigen 28,2 Millionen Eingliederungsmaßnahmen zu Verfügung gestellt werden (MOZ berichtete). Und so wird auch der eine oder andere der 351 Ein-Euro-Jobs in Schwedt und seinen Ortsteilen erhalten bleiben. "Für die Maßnahmen i baulichen Bereich stellt Inpro jetzt in unserem Auftrag einen Antrag auf Verlängerung bis Mitte 2007", sagt Corina Müller, Pressesprecherin der Stadt. 151 MAE - Kräfte sind derzeit über die Träger Inpro GmbH beschäftigt, um Parkpflege zu betreiben, sich um Straßengrün und anderweitige Verbesserungen des Ortsbildes zu kümmern. 92 der Maßnahmen laufen am 30. September, die restlichen am 30. November dieses Jahres aus. Wie viele der Maßnahmen weitergeführt werden können, ist noch nicht klar. und auch der Erhalt der 200 Ein-Euro-Jobs im sozialen Bereich steht nun erneut auf dem Prüfstand beim Amt für Grundsicherung. "Wir haben sämtliche Anträge jetzt neu eingereicht", sagt Anette Losensky, Geschäftsführerin des Vereins Märkische Ausbildungsgesellschaft, Qualifizierung- und Trainingszentrum (MAQT). Etliche Ein-Euro-Jobber werden über die uckermärkische Ausbildungsgesellschaft unter anderem im sozialen Bereich beschäftigt. "Vor zwei Wochen war ich noch skeptisch, doch inzwischen denke ich, dass wichtige Initiativen auch weitergefördert werden", bezieht sich Anette Losensky auf die nun doch noch bereitgesellten Gelder. Beim uckermärkischen Bildungsverein (UBV) Schwedt - auch er ist Träger von MAE - Maßnahmen im sozialen Bereich - äußerte man sich nicht zu dem derzeit schwebenden Verfahren."Wir hoffen, dass die Maßnahme nun doch noch weiterlaufen kann". sagt Manfred Schneider, Vorsitzender des Sportvereins Rotation. Bereits seit dem 1. September wird der Platzwart Norbert Schmidt nicht mehr im Rahmen der MAE für die Pflege des Sportplatzes bezahlt. Das macht er nun ehrenamtlich - wie zehn weitere fleißige Helfer, die in der Sportanlage umsonst für Ordnung sorgen, weil sie die Hoffnung auf einen bezahlten Job verloren haben.


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