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Per Mausklick fit für die Zukunft Erfolgsprojekt "Klick mal" - Computerschule für Kinder, wird in Kürze auch in Schwedt starten 14.09.2006 Angermünde (MOZ)
Von Daniela Windolff
Ohne Computer geht heute fast gar nichts mehr. Sie stehen in Büros, in Supermärkten, in Banken und Sparkassen, sie ersetzen den Fahrkartenschalter und haben längst die gute alte Schreibmaschine verdrängt. Sie haben in Schulen Einzug gehalten und erobern auch immer mehr Kinderzimmer. Kein Wunder, dass die Kleinen ganz wild darauf sind, endlich selbst einmal den Computer bedienen zu dürfen und größere Kinder mitunter viele Stunden am Tag an der Maus verbringen. Die Computerschule "Klick mal" für Kinder führt die Jungen und Mädchen spielerisch an den Umgang mit Maus und Tastatur heran, führt in Grafik-, Schreib- und Lernprogramme ein und trainiert den richtigen und sicheren Umgang mit dem Internet. Ein Klick mit der Maustaste und schon nehmen die lustigen Figuren auf dem Bildschirm Farbe an. Die fünfjährige Alina ist begeistert von diesem Zauber und probiert es immer wieder, geschickt Auge und Hand zu koordinieren. Das Mädchen soll Tierstimmen und Tierbehausungen einander zuordnen. Tippt sie richtig, schlüpft das geratene Tier aus seinem Häuschen. Alina staunt fasziniert. Das kleine Mädchen sitzt nicht das erste Mal am Computer. Regelmäßig geht sie mit ihrer Kindergartengruppe aus dem "Haus der kleinen Zwerge" zur Computerschule "Klick mal". "Der Computer gehört heute zum Leben, damit wachsen Kinder auf", sagt Erzieherin Renate Meyer. Mit dem Besuch bei "Klick mal" will sie schon frühzeitig Kinder zu einem souveränen und zugleich verantwortungsvollen Umgang mit der Technik erziehen, statt den Computer zu verteufeln. "Die Frauen betreuen uns so liebevoll und kompetent und haben ganz tolle Lernspiele speziell für Vorschulkinder. Wir kommen sehr gern hierher", lobt die Erzieherin das Engagement der "Klick mal" - Betreuerinnen um Projektleiterin Christine Mansfeld. 1998 hat die Märkische Ausbildungsgesellschaft, Qualifizierungs- und Trainingszentrum (MAQT) diese Computerschule für Kinder in Angermünde ins Leben gerufen und seitdem schon hunderte Jungen und Mädchen vom Vorschulalter bis zum Abi fit gemacht für den PC. Die Idee dazu hatte einst Christine Mansfeld, deren Enkel die Finger nicht vom PC lassen konnte. Wie lernt er, richtig damit umzugehen, aus der Informationsflut das Richtige rauszufiltern, die moderne Technik zur Wissenserweiterung mit Lernsoftware und Internet gezielt zu nutzen? Wie kann man Kindern, die zu Hause keinen Computer haben, dennoch diese Möglichkeit geben? Christine Mansfelds Idee, eine öffentliche kreative Computerschule für Kinder einzurichten, fand bei ihren Kollegen der MAQT große Zustimmung. Trotz mehrerer Umzüge und personellem Abspecken von einst acht auf heute vier Mitarbeiterinnen ist "Klick mal" in Angermünde eine beliebte und gefragte Adresse bei Kindern und Jugendlichen, bei Schulklassen, Hort- und Kita - Gruppen. Ziel ist es, ein pädagogisch fundiertes, breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten zu entwickeln, das den Interessen der Kinder entspricht und ihnen Chancengleichheit bietet, egal aus welchen sozialen Verhältnissen sie kommen. Heute betreuen vier ABM - Kräfte die Kinder. "Es ist super, wir hoffen, dass das Projekt noch lange erhalten bleibt", sagt Sabine Thon, die für ein Jahr hier beschäftigt ist. Vormittags kommen Gruppen, nachmittags trudeln Kinder ein, die hier Hausaufgaben machen, im Internet surfen, Glückwunschkarten am PC gestalten oder Computerspiele ausprobieren. Die Frauen geben Anleitung, unterstützen bei der Informationssuche, stellen neue Spiel- und Lernsoftware vor und haben ihr Angebot inzwischen erweitert. "Klick mal" ist mehr als eine Computerschule geworden, es ist ein Freizeitzentrum für Kinder mit Spiel- und Bastelangeboten. Kein Wunder, dass viele Kinder fast täglich ins Kreativzentrum in der Breitscheidstraße kommen. Das Erfolgsprojekt wird nun auch in Schwedt starten. In Kürze geht auch hier "Klick mal ins Netz. Die künftigen Betreuerinnen hospitieren derzeit in Angermünde. zu ihnen gehört auch Bärbel Buch. Die arbeitslose Verkäufern hat im Projekt eine neue Chance erhalten. "Ich hätte nie gedacht, wie viel Spaß die Arbeit mit den Kindern macht. Ich hoffe, die Computerschule läuft auch in Schwedt so gut an."

