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Premierenprüfung mit Apfelringen

Von Daniela Windolff

Angermünde (MOZ) Mit einem Showkochen wie im echten Restaurant haben angehende Köchinnen und Restaurantfachkräfte in Angermünde ihre erste große Bewährungsprobe bestanden. Das erste Lehrjahr ihrer Erstausbildung bei der Märkischen Ausbildungsgesellschaft, Qualifizierungs- und Trainingszentrum MAQT ist geschafft. Unter prüfungsähnlichen Bedingungen stellten die Azubis erstmals öffentlich unter Beweis, was sie gelernt haben. Die jungen Mädchen wurden über die Agentur für Arbeit in die Ausbildung bei der MAQT vermittelt. Im September beginnen zwölf neue Lehrlinge hier ihre Ausbildung. Brokkoli-Blumenkohl-Auflauf und gebackene Apfelringe mit Vanillesoße - mit diesem leichten Sommermenü punktete Stefanie Schwalgau bei ihren Gästen. Für Optik und Geschmack des Essens, Tischdekoration und Freundlichkeit der Bedienung erhielt sie von den Gästen ausschließlich Schulnoten von eins bis zwei. "Restaurantfachfrau ist mein Wunschberuf und ich bin froh, dass ich bei der MAQT endlich diesen Ausbildungsplatz gefunden habe", freut sich die junge Schwedterin, die ihr erstes Lehrjahr zur Fachkraft im Gastgewerbe erfolgreich meisterte. Die Ausbildung bei der MAQT dauert zwei Jahre. "Ich will aber noch ein drittes Jahr dranhängen, um als Restaurantfachfrau abschließen zu können und dadurch bessere Berufschancen zu bekommen." Acht Mädchen haben jetzt ihr erstes Lehrjahr als Köchin oder Fachkraft im Gastgewerbe absolviert. "Wir schließen das erste Ausbildungsjahr immer mit einem Schaukochen unter Prüfungsbedingungen ab. Die Azubis kreieren eigene Menüs, übernehmen von der Warenzusammenstellung über die Kalkulation, das Kochen, die Tischdekoration bis zum Bedienen des Gastes alles in eigener Regie", berichtet Sozialpädagogin Kerstin Ramin. Im Betriebsrestaurant der MAQT geht es an diesem Tag zu wie beim perfekten Dinner. Eltern, Freunde, Mitarbeiter und Ausbilder der MAQT sind die kritischen Restaurantgäste, die die Leistung der Azubis bewerten. "Eine praxisnahe Ausbildung ist uns wichtig. Unsere Küche und das Restaurant bieten optimale Bedingungen. Hier übernehmen die Lehrlinge täglich die Frühstücks- und Mittagsversorgung für die Mitarbeiter. Und auch Praktika in Gaststätten der Region gehören zum Ausbildungsstandard", erklärt Ausbilderin Doreen Grabowski. Ein Lehrling der MAQT wurde kürzlich nach einem Praktikum im Dorotheenhof Mescherin prompt in die betriebliche Ausbildung übernommen. Ein Glücksfall, denn bei der MAQT landen in der Regel Schulabgänger, die bei der Lehrstellensuche aus unterschiedlichen Gründen leer ausgingen und deshalb eine über das Arbeitsamt geförderte überbetriebliche Ausbildung absolvieren. "Das jedoch hat durchaus Vorteile, denn hier kümmern sich Ausbilder, Sozialpädagoge und Stütz- und Förderlehrer ganz intensiv um jeden Azubi", betont Sozialpädagogin Kerstin Ramin, die dem ersten Lehrjahr sehr gute Noten erteilt. "Sie sind alle sehr willig und wissbegierig und haben sich toll entwickelt, sowohl fachlich als auch in ihrer sozialen Kompetenz." Im September starten zwölf neue Jugendliche ihre Erstausbildung im Gastgewerbe bei der MAQT in Angermünde.


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