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Ratgeber und Kummerkasten
Angermünde (MOZ) 11.05.2007
Arbeitslos. Chancenlos? Es gibt immer Hoffnung, sagt Elke Wilken. Sie ist selbst über den zweiten Arbeitsmarkt beschäftigt und betreut in der MAQT Arbeitslose, Arbeitsuchende und Arbeitgeber über Beschäftigungs-, Förder- und Qualifizierungsmöglichkeiten, Einstellungsvoraussetzungen, hilft beim Ausfüllen von Formularen und Schreiben von Bewerbungen und macht Betroffenen Mut, nicht aufzugeben. Der Arbeitslosenservice in der Angermünder Breitscheidstraße ist ein zusätzliches Dienstleistungsangebot zu vielen Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten der MAQT.Wenn die Arbeitslosen nicht zu ihr kommen, kommt Elke Wilken zu ihnen. Die 58-Jährige fährt zusätzlich zu ihren Sprechstunden im Büro der MAQT in der Angermünder Breitscheidstraße regelmäßig in alle 23 Angermünder Ortsteile und sucht Menschen persönlich auf, die ihren Rat brauchen. "Viele Leute auf dem Land haben keinen Führerschein. Andere sind auf Hartz IV angewiesen und mussten ihr Auto verkaufen. Dennoch wollen wir niemanden mit seinen Sorgen allein lassen", sagt Elke Wilken. Sie weiß selbst, was es heißt, nicht mehr gebraucht zu werden, zu Hause zu sitzen, jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen und immer wieder Absagen auf unzählige Bewerbungsschreiben zu erhalten. Die gelernte Ökonomin, die früher im Kalksandsteinwerk gearbeitet hatte, ist seit 1991 arbeitslos. Seitdem hangelt sie sich von ABM zu ABM, hatte kurzzeitig befristete Arbeit oder Ein-Euro-Jobs. "Ich habe mir die Hacken abgelaufen, immer wieder bei verschiedenen Stellen nachgefragt, ob es nicht Angebote gibt", erzählt Elke Wilken. Schließlich ist sie über einen Ein Euro-Job bei der MAQT gelandet und betreut seit über einem Jahr - inzwischen in einer ABM- den Arbeitslosenservice.
