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Schule, Ausbildung, arbeitslos 09.07.2007 Uckermark (MOZ)
von Daniela Windolff
Viele Uckermärker, vor allem Frauen, fielen mit der Einführung des Arbeitslosengeldes II durch die Maschen des sozialen Netzes und erhalten keinerlei Leistungen mehr. An diese Zielgruppe richtetsich die Landesinitiative "Aktiv für Arbeit", die von der MAQT getragen wird. Endlich wieder ein Ziel, endlich Hoffnung und etwas, wofür es sich lohnt, sich anzustrengen, zu lernen, Pläne zu schmieden. Für bisher knapp 300 Uckermärker zwischen 17 und 55 Jahren, zum größten Teil Frauen, war das neue Programm "Aktiv für Arbeit" der Strohhalm, um aus dem Tief des Nichtgebrauchtwerdens wieder aufzutauchen und Hoffnungen zu schöpfen. Im Projekt der MAQT (Märkische Ausbildungsgesellschaft, Qualifizierungs- und Trainingszentrum e.V.), die Träger der Initiative "Aktiv für Arbeit" für den Landkreis Uckermark ist, haben diese Frauen und Männer Angebote nutzen können, die vom PC-Kurs bis zum Elternseminar reichten. "Anliegen des Projektes ist es, die aus allen Leistungen herausgefallen sind, wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Oft sind es gut ausgebildete Leute oder Frauen, die in den Beruf zurückkehren wollen", erklärt Anja Luy, Projektverantwortliche der MAQT. "Aktiv für Arbeit" ist eine landesweite Gemeinschaftsinitiative des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie sowie des Europäischen Sozialfonds. Das Projekt der MAQT läuft pro Teilnehmer über 24 Wochen und setzt sich aus verschiedenen Angebotsmodulen zusammen. "Wir haben bewusst einen Unterschied zu den üblichen festgeschriebenen Bildungsprogrammen gewählt und lassen die Teilnehmer selbst nach ihren Bedürfnissen und individuelle Vorraussetzungen bestimmen, was sie für sich nutzen wollen", erklärt Anja Luy. "Gemeinsam erarbeiten wir einen Seminarplan aus den verschiedenen Grundbausteinen." Die Angebote reichen vom Motivationstraining, über Kommunikations- und Bewerbungstraining, Umgang mit modernen Medien bis hin zur Möglichkeit, bestimmte Qualifizierungen zu absolvieren und sich praktisch in Berufsfeldern auszuprobieren. Dabei kooperiert die MAQT mit vielen Partnern und Firmen. In Schwedt lief jetzt erfolgreich ein Kurs für den europäischen Computerführerschein. Dafür können Teilnehmer, die sonst keine Qualifizierungsausschüsse bekommen, bis zu 3000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds erhalten. Frauen ohne Anspruch auf einen Kitaplatz können außerdem mit Unterstützung der MAQT während des Projektes einen Kitaplatz erwirken und Zuschüsse zu den Betreuungskosten erhalten. Die Seminare finden in Schwedt, Angermünde und Prenzlau statt und sind nicht gebunden an bestimmte Zugangsvorrausetzungen. Die MAQT bietet für Interessenten auch Informationsveranstaltungen an. Sie finden am Montag, dem 26. Juni, um 10 Uhr in Schwedt, Dammweg 1, sowie Mittwoch, dem 28. Juni, in Angermünde im MAQT - Kreativzentrum, Breitscheidstraße statt. Einen Anmeldung ist nicht erforderlich. Kontakt: Tel. (0 33 32) 42 19 32
