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Stück Natur zurückgegeben 09.12.2004 Redernswalde (MOZ)

Von Kerstin Kossatz

Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist dieser Tage ein umfangreiches Abrissprojekt beendet worden. Die ehemalige Köhlerei, die seit drei Jahren nicht mehr produziert und seitdem die Landschaft verschandelt, wurde von ABM-Kräften dem Erdboden gleich gemacht. Am Mittwoch war der letzte Tag für eine Regie-ABM, mit deren Hilfe die neun Meiler der Köhlerei und weitere Anlagen abgerissen wurden. Es war eine Maßnahme, die in beispielhafter Zusammenarbeit mehrerer Partner bewältigt wurde. Vertreter der Biosphärenreservatsverwaltung, des Landkreises Barnim, der MAQT, der Agentur für Arbeit und der Firma Ihlow sowie das Unternehmerehepaar Fiege waren gekommen, um den neun ABM-Kräften Dank zu sagen. Seit fünf Jahren finden im Bereich des Biosphärenreservates Abrissmaßnahmen an nicht mehr benötigten Anlagen statt. In diesem Jahr waren es vier, zwölf sind mittlerweile insgesamt realisiert, informierte Frank Grünschloss. Unter fachlicher Anleitung und Organisation der MAQT wurden allein in Redernswalde 5000 Kubikmeter umbauter Raum auf 1400 Quadratmetern versiegelter Fläche abgerissen. "Dabei handelt es sich um eine Kompensationsmaßnahme für den Stallbau in Althüttendorf", so Frank Grünschloss vom Biosphärenreservat. Neun ABM-Kräfte über 50 Jahre haben dafür zwei Monate lang Zeit gehabt. Vorrangiges Ziel der Maßnahme war die Wiederherstellung des ursprünglichen Landschaftsbildes, was vielleicht schneller geht, als mancher denkt. Der Baumbewuchs des angrenzenden Waldes wird sich hier bald wieder ausgebreitet haben. Vorausgesetzt, die jetzt noch mit Betonplatten versehene Fläche wird wie vorgesehen in den nächsten Wochen entsiegelt. Finanziert wurde das Projekt durch die Agentur für Arbeit die die Lohnkosten trug. Die Kofinanzierung übernahm das Umweltministerium. Der Eigenanteil wurde durch die Naturschutzstiftung Schorfheide-Chorin finanziert, was durch eine private Spende des Unternehmerehepaares Fiege ermöglicht wurde.

Stück Natur zurückgegeben

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