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Verbindung nach Angermünde geebnet 17.07.2003
Schmargendorf (kk/MOZ)
Eine ebene Betonsteinpiste schlängelt sich durch die Landschaft zwischen Schmargendorf und Angermünde. Es scheint, als sei die neu gebaute Verbindungsstraße, die Mittwochmorgen offiziell freigegeben wurde, ein Symbol für die baldige Einheit beider Orte. Schon immer haben Einheimische den Schmargendorfer Landweg als kürzere Verbindung gegenüber der Bundesstraße genutzt. Jetzt ist er auch für Fußgänger und Radfahrer komfortabel. Besonders nach Regenwetter war der löchrige Weg in einem schlimmen Zustand. Die Schmargendorfer entschieden sich deshalb schon vor einigen Jahren, ihn zu erneuern. Am 1. April diesen Jahres ging es endlich los. "Es dauert bei solchen Maßnahmen immer einige Zeit, ehe sich ein Wunsch verwirklichen lässt", sagte Amtsdirektor Gerhard Scholze, nachdem er mit Bürgermeister Wilfried Mercier das obligatorische rot-weiße Band durchgeschnitten hatte. Er wünschte den Schmargendorfern mit der Straße viel Glück und wenig Unfälle und wies auf die touristische Bedeutung für die Region hin. Der Gemeindewunsch, billig zu bauen, erfüllte sich nicht. Die Straße liegt im Bereich des Biosphärenreservates Schorfheide - Chorin, das eine umweltfreundliche Variante forderte. Einen Kompromiss fand man in einem Verbundpflaster in Kombination mit Rasengittersteinen. So wird die Versiegelung der Flächen niedrig gehalten. Die Gemeinde hat für den Straßenbau ihr letztes Geld zusammengekratzt. Das reichte natürlich nicht. Und ohne Förderung durch das Amt für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung Prenzlau wäre nichts möglich gewesen. So musste Schmargendorf für die Gesamtkosten von 220 000 Euro einen Eigenanteil von 20 Prozent berappen. Amtsdirektor, Bürgermeister, Christina Michalczyk vom Flurneuordnungsamt, Vertreter des bauausführenden Betriebes AST und des Planungsbüros Gast GmbH schritten bei der Straßenübergabe die 810 lange Strecke ab, an deren Bau auch das Arbeitsamt einen Anteil hat. Im Rahmen einer Beschäftigungsschaffenden Infrastrukturmaßnahme arbeiteten in der Angermünder Straßen- und Tiefbau GmbH drei Leute mit, die zuvor arbeitslos waren. "Das nützt den Kommunen und bringt uns Arbeit"", so Firmenchef Rainer Häusler. Betreut wurden die drei BSI-Kräfte durch die MAQT. Nach Beendigung dieser Maßnahme will die AST zwei der über das Arbeitsamt delegierten Leute fest einstellen. Der Spaziergang endete am Mittwoch an der Schmargendorfer Gemarkungsgrenze. Sie wird aber bald nicht mehr zu sehen sein, denn die Straße, die im Rahmen des Ländlichen Wegebaus entstand, wird im nächsten Jahr im Auftrag der Stadt Angermünde weiter gebaut. Die gute Nachricht, dass die Verpflichtungsermächtigung dafür erteilt ist, brachte Christina Michalczyk am Mittwoch ebenso mit wie die für die Gellmersdorfer Straße in Crussow. Mit der Planung könnte also demnächst begonnen werden. Dann wird die Verbindung des künftigen Ortsteils nach Angermünde so richtig komplett sein. Kurz vor dem Ende der Schmargendorfer Eigenständigkeit ist das örtliche Straßennetz nahezu saniert. Ein Wunsch bleibt dem Bürgermeister aber noch: Das kleine Stück Mühlenberg könnte einen Jungbrunnen vertragen.

